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 Betreff des Beitrags: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 23.03.2018, 04:52 
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Seit einiger Zeit beschäftige ich mit etwas mit dem Thema. In den USA wurden in den letzten Jahrzehnten viele potente retardierte Opioide verschrieben, wie Oxycodon, welches circa die doppelte analgetische (schmerzstillende) Potenz wie Morphin hat. Retardiert heißt, das Medikament wird langsam, zeitverzögert, also zum Beispiel über 12 Stunden in gleichbleibender Dosis, in den Körper freigesetzt. Um so eine anhaltende schmerzstillende Wirkung zu erreichen. Eine Retardierung kann man leicht aufheben indem man die Tablette einfach pulverisiert, aber das ist ein anderes Thema. Obwohl eigentlich nicht, es ist Teil des Problems.

Es ist ja so das zum Beispiel Heroin in Deutschland über Jahrzehnte bis etwa 1930 als Hustensaft und Mittel gegen allerlei Wehwehchen frei verkauft wurde. Lange Zeit ist keiner auf die Idee gekommen das zu spritzen und so war die Wirkung ohne den "Kick" der die starke Sucht erzeugt. Es gab bei zurückhaltender Einnahme von Heroin-Saft als Arznei wohl keine größeren Sucht-Exzesse.

Ich kann das insoweit gut nachvollziehen, habe vor mehr als einem Jahrzehnt aufgehört zu Rauchen, aber noch 6 Monate hochdosiertes Nikotin-Kaugummi genommen. Die starke Nikotinsucht wird nicht durch den Stoff im Körper hervorgerufen, sondern nur durch das Inhalieren und das dadurch blitzartige Anfluten an den Rezeptoren im Gehirn. Also ich konnte nach einem halben Jahr die hochdosierten Kaugummis kurzfristig absetzen ohne irgendein Entzugssymptom. Kaugummi ist es ja eigentlich nicht, man kaut es alle paar Minuten mal durch und schiebt es dann wieder hinter die Zähne ans Zahnfleisch, worüber dann das Nikotin in den Körper übergeht.

Aber egal, zum Thema, also man wird wohl schon abhängig wenn man retardierte Opioide Tabletten einnimmt. Besonders wenn man dann noch anfängt retardierte Tabletten zu pulverisieren um sie potenter zu machen. Aber es geht mit intakten Tabletten nicht so schnell (bei mäßigen Konsum eher gar Abhängigkeit) und es ist bei weitem nicht so krass wie beim Missbrauch mit Injektion oder Inhalation.

Was ist nun in den USA passiert. Viele Leute haben für allerlei Beschwerden hochpotente retardierte Opioide bekommen und nach längerer Einnahme haben viele die Dosis immer mehr gesteigert und konnten schließlich nicht mehr davon lassen. Irgendwann waren sie wieder gesund, nach einem Unfall oder OP, und der Arzt verschrieb die Opioide nicht mehr. Auf dem Schwarzmarkt haben diese astronomische Preise und so sind die Leute einfach auf das viel billigere Heroin umgestiegen. Abgestiegen, sollte man schreiben.

Nun wird das Schwarzmarkt-Heroin leider oft mit dem extrem potenten Fentanyl-Opioid getreckt, das hat die 120 fache Potenz von Morphin und ist schon in der Menge eines Zuckerkrümmel tödlich. Fentanyl wird in Schmerzpflastern verwendet, für Krebskranke und so. Kenne eine die in der Sterbebegleitung arbeitet, die sagt bisher hätte das noch kein Krebskranker abgelehnt zu nehmen. Es gibt auch solche Fälle wo Omas sich ein Fentanylpflaster auf den Rücken geklebt haben sich anschließend auf die Heizdecke gelegt und dann gestorben sind. Nur durch die erhöhte Stoffaufnahme wegen der Wärme, also das ist schon ein ganz kritisches Zeugs. Durch die starke Wirkung kann es auch gut in kleinen Mengen geschmuggelt werden.

Ins Schwarzmarkt-Heroin wird es gemixt um das mehr strecken zu können und die Wirkung trotzdem hoch zu halten, es geht ums Geld. Und wenn die Leute anfangen sich das selber aus Pflastern rauszulösen ist das russische Roulette natürlich auch vorprogrammiert. Also da wird schon klar wo das Problem ist, die Lebenserwartung in den USA ist deshalb rückläufig, diese Drogen-Epidemie bedroht sogar die Wirtschaft, 63.000 Tote im Jahr, die weiße Mittelschicht ist hauptsächlich betroffen.

Soweit der Sachverhalt, was wird nun passieren?

Meine Meinung dazu ist folgende: Ich denke nicht das es ein Fehler ist Opioide eher freizügiger als sehr restriktiv zu verschreiben. In den USA war es wohl doch zu locker, aber das Pendel schlägt jetzt in die andere Richtung. Ich denke es ist erstmal absolut falsch den Leuten die Opioide einfach zu entziehen die sie vorher verschrieben bekamen. Es hätte nie jemand auf Spritzen und Heroin gedrängt werden dürfen, denn damit kam erst der Abstieg bei vielen und das Leben geriet völlig außer Kontrolle.

Den Leuten hätte man die Medikamente zumindest als Selbstzahler weiter verschrieben müssen. Und das Gesundheitssystem muss Angebote zum Entzug unterbreiten als Bestandteil der Schmerztherapie und dafür auch Anreize schaffen. Diese Brutalität bei Drogen mit der der Staat einerseits vorgeht und die lockere Verschreibepraxis wirken wie Feuer und Benzin. Es ist eine Scheinheiligkeit die dabei ausgelebt wird.

Die Opioide werden bald immer restriktiver verschrieben werden und die Schmerzgeplagten werden leiden und keinen wird es mehr kratzen weil allen wird gesagt werden wird: Schaut was dabei rauskam als wir euch die Schmerzmittel gaben. Das kann es nicht sein, wurde und wird aber so provoziert. Wobei man auch sagen muss, Leute die sich reines Heroin spritzen können auch 100 Jahre alt werden weil Heroin absolut unschädlich für den Körper ist. Das ist nun keine Plädoyer dafür, aber viele wissen das gar nicht, die Leute denken das wäre giftig und viele sterben daran.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 23.03.2018, 04:52 


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 23.03.2018, 05:14 
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Wollte den Text nochmal durcheditieren aber das ging nicht mehr, da hänge ich das noch dran.

Aber egal, zum Thema, also man wird wohl schon abhängig wenn man retardierte Opioide Tabletten einnimmt. Besonders wenn man dann noch anfängt retardierte Tabletten zu pulverisieren um sie potenter zu machen. Aber es geht mit intakten Tabletten nicht so schnell (bei mäßigen Konsum eher gar keine Abhängigkeit) und es ist bei weitem nicht so krass wie beim Missbrauch mit Injektion oder Inhalation. Ich kann das insoweit selbst bestätigen weil ich auch nach Monaten zurückhaltenden Gebrauch von retardierten Tilidin-Opioid (1-2 mal in der Woche) keine Anzeichen einer Abhängigkeit festgestellt habe. Sofern man es sich auch verkneift und nicht damit anfängt hochzudosieren.

P.S. Man möge mir die Fehler im Text 1 verzeihen, hab die Angewohnheit längere Texte erst einzustellen und dann zu editieren, was hier leider auf halber Strecke scheiterte. :nixweiss:


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 23.03.2018, 05:36 
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An sich ein spannendes Thema, was will man denn, Schmerzen oder Opioide?

Als Alternative bietet sich da nicht viel an, Metamizol bei leichteren Beschwerden mit dem Risiko einer Agranulozytose bei längerfristiger Einnahme. Cannabis :lol: für die Tonne!

Aspirin? :lol: Die Magenschleimhaut wird's danken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 25.03.2018, 07:01 
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Ich wollte gerne: Arzt werden
Wenn man Aspirin nimmt, dann sollte man schon vom Arzt einen Magenschutz mitbekommen und nüchtern sowieso solche Medikamente nicht nehmen.

Ansonsten wäre ich dafür Opium und auch andere leichte Drogen bei gewissen Krankheiten verschreiben zu können und die dann auch genehmigt zu bekommen.

so wie z. B Methadon, das ja auch bei einigen Krebserkrankungen helfen kann, leider, gibt es darüber noch immer keine fundierte klinische Studie.

Und Fehler verzeihen wir hier sicher alle, machen wir doch selber oft welche big_rofl1


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 25.03.2018, 16:28 
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DrNo hat geschrieben:
Wenn man Aspirin nimmt, dann sollte man schon vom Arzt einen Magenschutz mitbekommen und nüchtern sowieso solche Medikamente nicht nehmen.

Ansonsten wäre ich dafür Opium und auch andere leichte Drogen bei gewissen Krankheiten verschreiben zu können und die dann auch genehmigt zu bekommen.

so wie z. B Methadon, das ja auch bei einigen Krebserkrankungen helfen kann, leider, gibt es darüber noch immer keine fundierte klinische Studie.

Und Fehler verzeihen wir hier sicher alle, machen wir doch selber oft welche big_rofl1


Unsere Oma bekam neulich ASS 100 (Aspirin) langfristig zur Blutverdünnung. Sie nimmt auch öfters mal Ibuprofen gegen Schmerzen. Nunja, die haben ihr normales ASS ohne Magenschutz verschrieben. Ich hab das in die Tonne geschmissen und ihr eine Packung für 1,49 € mit Magenschutz mitbestellt. Die ohne Magenschutz kosten in der Apotheke vor Ort 3mal mehr, über Medizinfuchs 50 Cent weniger, als die mit Magenschutz. 50 Cent mehr für 100 Tage, so viel kostet es sich den Magen nicht zu ruinieren!

Opiate ist echt schwierig, ich meine wer Krebs hat, egal, da braucht man sich über eine Sucht erstmal die wenigsten Gedanken zu machen. Wenn der Krebs besiegt ist, kann man sich um eine Opiat-Entzug bemühen, wenn.

Cannabis könnte man zum Beispiel auch Magersüchtigen verschreiben, ich glaube das hilft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 26.03.2018, 08:55 
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Auch ich nehmen Aspirin nie ohne Magenschutz, habe das aber auch noch nie ohne verschrieben bekommen, muss aber dazu sagen das ich einen super Arzt habe, der auch gerne mal homopatisch auch verschreibt

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Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.
Albert Einstein


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 26.03.2018, 12:34 
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Ich darf überhaupt kein Aspirin nehmen, aber das man das nur mit Magenschutz nehmen soll, das weis sogar ich.
Ganz erschließt sich mir nicht warum Amerika eine Opioid Krise hat? Weil sie jetzt es nciht mehr so leichtfertig verschreiben?

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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 26.03.2018, 23:57 
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silbergirl hat geschrieben:
Ich darf überhaupt kein Aspirin nehmen, aber das man das nur mit Magenschutz nehmen soll, das weis sogar ich.
Ganz erschließt sich mir nicht warum Amerika eine Opioid Krise hat? Weil sie jetzt es nciht mehr so leichtfertig verschreiben?


Also erstmal, der Grund warum es letztes Jahr 63.000 Drogentote in den USA gab sind nicht die Opioid-Tabletten. Wenn nur Tabletten konsumiert würden, die ja sauber hergestellt und genau dosiert sind, würde es wohl fast keine Toten geben. Die Tabletten sind ja auch retardiert, daher, die lösen sich langsam auf und geben den Wirkstoff gleichmäßig über 12 Stunden in den Körper ab. Wer natürlich anfängt die zu zermahlen kann sich schon eine Überdosis einfangen. Es ist aber trotzdem nicht so wie Heroin spritzen.

Die Opioid-Tabletten sind auch durch Beimischung von Naloxon gegen Missbrauch gesichert, Naloxon löst akute Entzugssymptome aus wenn zum Beispiel ein Opioidsüchtiger auf die Idee kommt die Opioid Tabletten aufzulösen und zu spritzen, was ja diesen Kick, dieses Glücksgefühl, beim schnelle anfluten im Gehirn ermöglicht.

Warum also die Opioid Krise? Erstmal ist es so das es keine guten Schmerzmittel gibt außer Opioide. In den USA haben sehr viele Patienten starke Opioide bekommen bei Rückenschmerzen oder nach OPs, Opioide die doppelt so stark sind wie Morphin. In Deutschland ist das stärkste Opioid das ohne Betäubungsmittelrezept verschrieben werden darf ja das Tilidin, was nur ein Fünftel der Wirksamkeit von Morphin hat. In den USA haben die den Leuten Tabletten mit der doppelten Potenz von Morphin gegeben, Tilidin ist in den USA übrigens verboten. Naja und die starken Opioide machen halt mit der Zeit abhängig und die Ärzte verschreiben das den Patienten aber auch nicht dauerhaft. Und Heroin ist viel billiger als sich Tabletten auf dem Schwarzmarkt zu besorgen und das fordert dann die Toten, weil es unsauber und gestreckt ist und man es nicht genau dosieren kann. Die Leute fangen dann mit Heroin an zu spritzen und dann geht das Desaster los. Mit den Tabletten, konnten sie ihr normales Leben noch weiter leben als Heroin-Spritzer nicht mehr. Das Zeug ist unrein und vergiftet auch den Körper der dadurch abbaut. Zudem gestreckt mit Fentanyl das bringt die Leute dann um. Mit puren Heroin kann man hingegen eigentlich gut überleben und 100 Jahre alt werden. Junkies die das als letzte Alternative vom Staat bei uns kriegen können wieder normal leben und auch arbeiten, brauchen es aber halt.

Wie geschrieben, in Zukunft werden viele Amerikaner Schmerzen haben und nichts mehr bekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 27.03.2018, 03:34 
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Eigentlich ist es ja so, die Schmerzen kommen bei vielen Leuten erst mit dem Alter und wenn man mit 65 in Rente geht ist es sowieso egal. Also ich meine, wenn Leute im Rentenalter chronische Schmerzen haben und unsere glorreiche Wissenschaft und Medizin es nicht auf die Reihe kriegt den Menschen wirksame Schmerzmittel anzubieten, dann sollte jeder das Recht haben das zu nehmen was es gibt und so viel und solange wie er will. Daher, auch jene Tabletten welche in den USA verschrieben wurden. Wie geschrieben, es ist auch ein Irrtum zu glauben das verrufene Heroin wäre ein Gift. Heroin ist absolut verträglich weil der Körper selbst eine ähnliche Substanz produziert. Es ist "nur" eine starke Abhängigkeit die es erzeugt. Nun gut, von Sauerstoff ist man auch abhängig. Wenn Heroin starke Schmerzen beseitigt ist es an sich auch ein Lebenselixier wie der Sauerstoff. Die runtergekommenen Gestalten die man beim Gedanken an Heroin vor Augen hat sind das Ergebnis von verunreinigten Heroin. Diese Verunreinigungen alleine führen zum körperlichen Niedergang, zudem das Leben in der illegalen Drogenszene mit der ewigen Jagd. Ich würde niemals Heroin in so einem Umfeld nehmen. Ich würde es auch nicht nehmen wenn es erlaubt wäre. An sich bin ich Asket ich trinke nicht mal Kaffee. Wenn ich aber alt wäre und chronische Schmerzen bekomme würde ich es nehmen.

Vor einiger Zeit hat mir ein alter Bekannter erzählt (der kann nur noch mit Rollator gehen) ist Rentner, er trinkt gegen die Schmerzen die er hat. Eine verwahrloste dahinsiechende Erscheinung, Deutschland 2018. Der arme Mann, würde ihm mal gutes reines Heroin angeboten statt diesem erbärmlichen Zellgift.

Bei den jungen Leuten geht das aber nicht, wir müssen buckeln. Darum wird das Cannabis ja auch nicht freigegeben. Die wissen schon das es nicht besonders schädlich ist. Die Schädlichkeit ist eher die, dass die Leute vermehrt nicht mehr soviel Wert drauf legen im Hamsterrad möglichst schnelle Runden zu drehen. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 27.03.2018, 04:16 
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Ja ne spritzen würd ich Heroin im Alter nicht. Der gute alte hochreine "Saft", der von circa 1998 bis 1930 frei in Apotheken u.a. als Kinder-Medikament ( :lol: ) verkauft wurde wäre schon ganz ok. Er wird vielen Kriegsversehrten des Ersten Weltkriegs wohl gute Dienste geleistet haben. :gxt: :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 27.03.2018, 05:09 
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Sooo süchtig macht das Heroin gar nicht, wenn man nicht auf die Idee kommt sich das in die Venen zu ballern.

Das verdeutlicht gut den essenziellen Unterschied zwischen schlucken und spritzen und macht auch die Opioidekrise in den USA anschaulich. Früher kriegten die braven Kinder abends ihr Löffelchen Heroin wenn der Hals gereizt war und Mutti streichelte sie lieb über den Kopf. Kein Vergleich mit dem Bild eines abgewrackten Heroin-Junkies im Bahnhofsviertel einer Großstadt.

Das Desaster der Opioidekrise ist der Wechsel von der oralen Einnahme von zu hoch dosierten und zu lange eingenommenen Opioiden hin zum SPRITZEN von illegalen schmutzigen und oft mit Fentanyl gestreckten billigen Heroin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 27.03.2018, 05:10 
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:shock: wusst ich gar nicht, ich mein das einiges der Drogen früher so käuflich war schon, aber nicht das darunter auch Heroin fiel

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Es gibt da etwas das ihr über mich und meine Arbeit wissen solltet. Wenn ihr mich braucht aber nicht wollt, dann muss ich bleiben. Wenn ihr mich wollt aber nicht braucht, dann muss ich gehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 27.03.2018, 05:46 
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nanny hat geschrieben:
:shock: wusst ich gar nicht, ich mein das einiges der Drogen früher so käuflich war schon, aber nicht das darunter auch Heroin fiel


Also, so im Schnitt alle 10 Tage nehme ich eine Tilidin Tablette wenn ich heftigere Schmerzen habe. Und das ist eigentlich alles dieselbe Suppe, ob Heroin, Tilidin, Morphium, oder die Oxycodon Tabletten die in den USA viel verschrieben wurden. Ich bin nicht abhängig von Tilidin, ich nehme das schon lange ohne das ich die Dosis steigere oder es öfter als 2 mal die Woche nehme. Manchmal denke ich auch gar nicht dran und nehme es 2 Wochen nicht, wenn ich wenig Schmerzen habe. Diese Tabletten verschaffen einem eigentlich keinen Kick oder Glücksrausch. Und ich kenne ja auch die Gefahren. Wenn ich das Tilidin jeden Tag nehmen würde würde ich langsam abhängig davon, ich würde dann die Dosis steigern und naja...

Es ist aber nicht so selbst wenn man 3 retardierte Tabletten in der Woche nimmt die dann jeweils 12 Stunden wirken das man abhängig wird. Und genau so lief das auch mit dem Heroin-Saft. Und würde ich anfangen das Tilidin zu spritzen wäre ich sofort ähnlich abhängig wie jemand der sich Heroin, Morphium oder Oxycodon spritzt. Das ist ein gravierender Unterschied, das muss man verstehen.

Hatte das schon im Eingangsbeitrag geschrieben, ich war stark abhängig von Nikotin und Nikotin hat das Potenzial von Morphin und fast von Heroin. (Schaut im Wikipedia-Artikel Link unten die zweite Grafik-Tabelle an - Abhängigkeitspotenzial von Drogen.) Ich habe aufgehört zu rauchen (und inhalieren ist übrigens fast genauso schlimm wie spritzen weil es auch sofort ins Gehirn flutet) und ich hab Nikotin-Kaugummi genommen und obwohl ich weiterhin hochdosiert das Nikotin im Blut und Körper hatte konnte ich es dann nach 6 Monaten ohne jegliche Entzugserscheinungen in kürzester Zeit absetzen. Es sind wirklich gravierende Unterschiede in der Wirkung wie man eine Substanz konsumiert, das ist der entscheidende Punkt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4 ... Substanzen


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 27.03.2018, 10:54 
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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 27.03.2018, 16:25 
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silbergirl hat geschrieben:
du scheinst dich sehr damit zu beschäftigen und wenn man dir Tilidin verschreibt musst du sehr große Schmerzen haben


Nervenschmerzen im Oberkörper durch Unfall verursacht. Sind so in etwa Symptome wie eine leichte bis mittlere Nervenentzündung, mit punktuellen Schmerzen, aber auch Missempfindungen am ganzen Oberkörper, also so ein unangenehmes kribbeln. Habe öfters Tage aber auch Wochen fast keine Beschwerden, dann über mehrer Tage eher punktuelle Nervenschmerzen, dann über Tage nur Missempfindungen, immer so ein hin und her. Beschwerden aber nicht ganze Tage durchgehend gleich, meistens morgens weniger, abends mehr. Da hilft eigentlich gar nichts so richtig. Bei den punktuellen Nervenschmerzen würd ich sagen Tilidin reduziert den Schmerz so 20-25 %, ich nehme die niedrigste verfügbare Dosierung. Missempfindungen keine Wirkung, da bräuchte es wohl die ganz harten Sachen. Würde ich nicht verschrieben bekommen, ich kann aber soweit damit leben und hoffe halt das ich wieder vollständig Genese. Also ich denke da in Jahren, ich hab es Jahre und hoffe ich hab es in 2 Jahren nicht mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 28.03.2018, 21:16 
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Nervenverletzungen sind immer übel, war nur ein kleiner Unfall beim Arbeiten, hat aber gepasst, im negativen Sinne. Anderen wird es aber schlimmer ergehen, Motorradunfall oder sowas... Eigentlich bin ich immer vorsichtig, also eher der Typ der sich nie auf ein Motorrad setzen und damit durch die Gegend rasen würde. Da reicht es aber auch sich die Statistiken und Zahlen anzuschauen. Offensiv fahrende Motorradfahrer haben ein höheres Risiko schwerer Unfälle als viele wahrscheinlich denken. "Motorcycle accident" bei LiveLeak, die ab 18 Videos durchzappen, dann weiß man was Sache ist. Aber jedenfalls, es gibt keinen Schutz im Leben, man kann von einer Zecke gestochen werden und kriegt ne Neuroborreliose, dann hat man schon den "Jackpot", steckt man nicht drin. Ich will mich nicht zuviel beklagen, mich hat so'n Mittelding erwischt, besser als Krebs, schlechter als Beinbruch. Wahrscheinlich schon recht wahrscheinlich in 70 - 80 Jahren leben sich das ein und andere einzufangen, wo man auch 2,3, 4 Jahre mit zu kämpfen hat, oder man ist irreversibel beschädigt, dann kann man halt auch nichts machen. Hoffe halt ich werde mittelfristig wieder vollständig schmerzfrei.


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 28.03.2018, 21:27 
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Aber der Körper ist schon ein komplexes und empfindliches System, muss man echt gut pflegen. Bis vor wenigen Generationen sind die Menschen ja auch wesentlich früher gestorben, die haben es zu vielem von dem was uns heute plagt erst gar nicht geschafft. Mal gucken ob ich Statistik finde...

Im Link ist ne Grafik, ist schon krass, im Jahr 1880 war das 35,6 Jahre für Männer. Die hohe Kindersterblichkeit muss man berücksichtigen, aber mit 45 - 50 war oft der Ofen schon aus, eher normal, als oft.

https://www.onetz.de/deutschland-und-di ... 02469.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Opioid Krise in den USA
BeitragVerfasst: 28.03.2018, 21:37 
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Wenn man 20 ist denkt man das noch nicht so mit dem pflegen. Neulich hatte ich mal bei so einer steilen Bergabfahrt für Mountainbiker gewandert. Die Kids sind da runtergebrettert wie die Verrückten, über Stock und Stein. Die Bikes haben Dämpfer, aber trotzdem, das geht voll auf die Gelenke. Ich stand da echt mit offenen Mund: Booh Alter, was tun die sich an :shock: mit 40 sind die dann aber auch schlauer.


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