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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 15:45 
Ich melde mich mit meiner ersten Frage :) Ich habe in letzter Zeit viel über den Arbeitsmarkt nachgedacht und auch wohin ich mit meinem Leben gehen möchte, deshalb wollte ich euch daran teil haben lassen und mit euch ein bisschen darüber quatschen, was eure Meinungen sind.

Viele Leute sagen mir, dass die Selbständigkeit der einzig wahre Weg ist beruflich erfolgreich zu sein - was meint ihr dazu?? Ich habe eine TZ Anstellung, aber arbeite selbständig an einem eigenen Projekt und zweiteres würde ich gerne Vollzeit machen, aber momentan reicht das Gehalt dafür noch nicht.

Meine Schwester auf der anderern Seite träumt von einem eigenen Restaurant oder Café. Sie spricht immer wieder davon, ich bezweifle jedoch, dass sie es je machen wird.

Sind denn Selbständige unter euch? Oder würdet/hättet ihr gerne, wenn ihr es könntet? Und in welchen Bereichen vor allem? :)
Das würde mich einmal interessieren! :flower:


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 26.08.2014, 15:45 


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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 17:00 
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Ich glaube das viele davon träumen Chef zu sein, aber die Arbeit dahinter die wollen die wenigsten machen und wirklich weiterhelfen kann ich dir auch nicht, nur as ich es nicht wagen würde, geade in der heutigen Zeit ist es nicht einfach selbstständig zu sein und auch noch daon leben zu können.

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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 17:02 
Meinst du denn, die Menschen sind arbeitsfaul geworden?
Ich hätte mehr den Eindruck gehabt, dass es noch nie so viele Jungunternehmer und junge Leute mit kreativen Ideen, Ambitionen und wirtschaftlichen Verständnis gegeben hat wie heute.


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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 20:27 
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Ich glaube, dass es viel auch auf den Standort ankommt. Ich würde mich hier in meiner Heimatstadt nicht drüber trauen selbständig zu sein (bin dafür auch schon zu alt :wink: )

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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 21:06 
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Aprilwind hat geschrieben:
Meinst du denn, die Menschen sind arbeitsfaul geworden?
Ich hätte mehr den Eindruck gehabt, dass es noch nie so viele Jungunternehmer und junge Leute mit kreativen Ideen, Ambitionen und wirtschaftlichen Verständnis gegeben hat wie heute.

Verallgemeinen würde ich das nicht, aber ich glaube schon das die meisten etwas zu blauäugig an sowas rangehen, denn erstens hängt das von vielen Faktoren ab und zweitens gerade in der ersten Zeit arbeiten solche Jungunternehmer quasi rund um die Uhr, bekommen aber fast nichts raus dabei und dritens haben die meisten Menschen auch nicht mehr das Geld irgendetwas zu kaufen was nicht unbedingt notwendg ist.

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BeitragVerfasst: 29.08.2014, 19:03 
Hmmm, ich denke das kommt auf die Art der Selbständigkeit an oder? Ich mein bspw. wenn man die Gastronomie her nimmt... da ist es was ganz was anderes ob ich ein innovatives Marktnischen-Café eröffne oder ob ich den Weg wähle, dass ich ein vorhandenes Konzept, sprich als Franchising Partner, selbständig werden. Genau so ist es in vielen anderen Bereichen auch - ein Freiberuflicher ist zB nicht gleich ein Freiberufler!


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BeitragVerfasst: 30.08.2014, 07:48 
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'Da hast du schon Recht, natürlich kommt es ml darauf an, was man macht und dann natürlich z.B. Gastronomie, wo ich meinen Standort habe, trotzdem gehört meiner Meinung eine gehörige Portion glück dazu.

Ich kann jetzt mal sagen das hier im Ort ein kleines Geschäft ist, eine Trafik, die auch eine Postnebenstelle hat und die mit den Vorbesitzern super gegangen ist, als die dann in Pension gingen, jetzt mit den Nachfolgern, läuft es nimmer so rund und es schaut aus als müssten sie bald zusperren. Die jetzige Besitzerin hat sich das viel viel einfacher vorgestellt, obwohl sie Verkäuferin gelernt hat, hat sie das viele drum herum anscheinend nicht gesehen und das man ständg präsent sein muss auch nicht.

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BeitragVerfasst: 30.08.2014, 18:47 
Okay, das ist eben ein Gegenbeispiel, schon klar. Man muss darauf vorbereitet sein und sich auch im Klaren darüber sein, was man für Stärken und Schwächen hat. Ich würde jetzt auch nicht blind darauf los steuern und "mal schauen was passiert", aber so bin ich auch nicht wirklich gestrickt. Meiner Meinung nach muss man eine Marktanalyse machen und ein bisschen eine Ahnung von Trends und ein Talent für das, was man tun will, eben den richtigen "Riecher" haben.

Ich sehe mit den Trends vor allem auch so... Es bringt heutzutage wenig irgendein Geschäft aufzumachen mit Produkten, die die meisten schon online bestellen. Letztens habe ich überlegt wo ich Wasserkocher herbekomm, ehrlich, mir ist nichts eingefallen, also habe ich ihn im Internet bestellt... aber so ist es nun mal.

Ein Restaurant oder Lokal auf zu machen, da muss man anderen Trends nachgehen, weil gegessen, getrunken und hingesetzt zum Kaffeetrinken wird immer und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Allerdings bewegt sich - zumindestens in den großen, europäischen Städten vieles in Richtung internationales. Sprich - wenn man wieder zurück auf die Franchising Variante geht, man wird wohl mehr Erfolg haben einen Subway aufzumachen als ein Gasthaus mit deutscher Küche von dem noch nie jemand was gehört hat, weil Subway kennt man halt und Subway schmeckt überall gleich. Außerdem komme ich da wieder auf das Argument zurück, dass es eventuell einfacher und risikoärmer ist ein vorhandenes Konzept umzusetzen.


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BeitragVerfasst: 31.08.2014, 06:59 
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Da magst du Recht haben, hier in der Nähe gibt es aber solche Schellimbisse oder Schnellrestaurants nicht, außer dem Mac Donalds, der ja auch nichts anderes ist, wir hatten einmal einenn Burgerking in der Nähe, :roll: aber der hat zugesperrt, ist aber schon lange her.
ich wünsche dir das bei dir alles so klappt...

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BeitragVerfasst: 03.09.2014, 14:06 
Ich denke nicht, dass ich ein Lokal aufmachen werde :lol: Danke für die Diskussion - hat Spaß gemacht :)


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BeitragVerfasst: 03.09.2014, 18:04 
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BeitragVerfasst: 04.09.2014, 13:47 
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Da ich Senf gerne mag, muss ich diesen hier auch dazugeben.
Mir war von vorneherein klar, als ich den Kochberuf ergriff, das ich mich so schnell wie möglich selbstständig mache.
Ich bin viel zu kreativ, als dass ich mich irgendwo eine lange Zeit hätte unterordnen können. Ich wollte mein eigenes
"Zeug" kochen und vor allen Dingen wollte ich nicht bis zur Rente hinterm Herd stehen, Das ist nämlich ein knallharter
Job, den man im Alter eigentlich gar nicht mehr richtig ausüben kann.
Ich habe meine Lehrzeit beim besten und erfolgreichsten deutschen Koch aller Zeiten absolviert und auch anschliessend
in einem Sternerestaurant als Sous-Chefin gearbeitet.
Mit 28 Jahren ging ich zur Bank, als Kreditsicherheiten meine hervorragene Ausbildung und meinen durch die Sterneküche
erworbenen guten und bekannten Namen. Die Bank wusste dadurch ganz genau, dass kann nicht nur funktionieren, sondern
das muss ganz einfach funktionieren.
Und, rumms, hatte ich mein erstes eigenes Restaurant, voll finanziert.
Ein Jahr später hatte ich den ersten Michelin-Stern, auch dass war durch Können und harte Arbeit vorprogrammiert.
Heute bräuchte ich die Banken nicht mehr, aber ich wäre schön doof, wenn ich das billige Geld nicht annehmen würde.
Die Kreditzinsen sind bei meiner Bonität so niedrig, das ich für mein angelegtes Privatgeld mehr Ertrag habe, als ich für Kredit-
zinsen zahle.
Also, langer Rede kurzer Sinn, wenn jemand wirklich ein besonderes Talent besitzt und es noch dazu mit harter Arbeit
ergänzt, hat Erfolg mit Glück kaum noch was zu tun, es wird zur logischen Schlussfolgerung.
Und wenn ich in meinem Job wirklich jemals Glück gehabt hatte, was ich bezweifle, dann habe ich dem Glück
aber ganz gewaltig nachgeholfen !

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"Bei der Auswahl seines Kaffees sollte man genauso wählerisch sein
wie mit der Auswahl seines Lebenspartners. Mit beiden beginnt man den Tag... :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 06.09.2014, 21:41 
Danke paletti, dass du mit uns deine Erfahrungen teilst! Da kann ich nur sagen WOW! Gratuliere, das hört sich nach einer erfolgreichen, anstrengenden aber auch spannenden Karriereleiter an, die du da hoch geklettert bist! Um so interessanter wäre es dann zu wissen, wie du das dann mit dem Franchising siehst? Du hast ja gemeint, dass du für dich arbeiten wolltest, nicht für einen Chef, aber auch, dass wenn man ein Talent und das Durchhaltevermögen besitzt, alles erreichen kann. Für wen ist dann Franichising geeignet?


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BeitragVerfasst: 08.09.2014, 09:35 
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Nichts gegen Franchising, aber für wen es geeignet ist ? Das kann ich natürlich nicht so genau beurteilen, es kommt auf jeden
Menschen individuell an.
Franchising bietet sich an, wenn man keine eigene Geschäftsidee hat, oder wenn doch, es sich nicht zutraut, diese zu realisieren.
Man springt ja nur sehr ungern ins kalte Wasser.
Franchise-Nehmer wissen, das sie in ein schon funktionierendes System "einheiraten", dadurch das Risiko bis zu einem gewissen
Grad minimiert erscheint.
Sie wissen allerdings nicht, wie viele Filialen des Gebers sich im Ort befinden, im Besonderen im näheren Umfeld, bei vielen
Gebern ist ein sogenannter Gebietsschutz nicht existent.
Bei "Subway" z.B. ist es so, das der Nehmer seine gesamte Ware beim Geber kaufen muss und dessen Preise sind recht hoch.
Man kann sich also seine Lieferanten nicht selbst aussuchen und dadurch seinen Einkauf optimieren.
Dazu kommt noch, dass man seine Franchisegebühr immer fleissig entrichten muss, egal, wie hoch der Umsatz ist, also auch in
schlechten Zeiten.
Man sieht, es ist nicht alles Gold, was glänzt !
Meinen Beitrag kann man auch sehr leicht missverstehen, er hört sich bestimmt für den einen oder anderen ziemlich
grossspurig an, ich bin mir dessen voll bewusst.
Ich hatte es nur bei der Gründung meines eigenen Unternehmens etwas leichter, auf Grund meiner privilegierten Ausbildung
(mein Lehrmeister nimmt nicht jeden) und meines erworbenen guten Namens.
Aber alles anschliessend, wie ich schon sagte, war brutal harte Arbeit. Ich stand z.B. schon zwei Tage nach der Entbindung meiner
Tochter wieder in der Küche am Herd, weil ich dringend gebraucht wurde und die Gäste mich sehen wollten.
Es ist nämlich nicht so, wie viele meinen, dass die Spitzenköche nur noch im TV kochen. Das kommt einem nur so vor, die Sendungen
werden meistens an einem Tag für die ganze Woche aufgezeichnet.
Ein Spitzenkoch muss ganz einfach die meiste Zeit in seinem Restaurant präsent sein, die Gäste kommen nämlich nicht nur wegen
dem guten Essen, sondern wollen diesen bekannten Koch auch sehen. Viele erzählen dann hinterher, dass sie zum Beispiel
beim Lafer waren und er auch zu ihnen an den Tisch kam, sie sagen dass auch mit einem gewissen Stolz.
So funktioniert die Spitzengastronomie nun mal und nicht anders.
Auch ich komme gerne an den Tisch der Gäste, nehme sogar des öfteren bei ihnen Platz.
Durch die Bauart meiner offenen Küche unterhalte ich mich auch gleich beim Kochen direkt mit den Gästen. Die kommen manchmal aus dem
ganzen Bundesgebiet, um mich zu sehen, wenn ich da nicht präsent wäre, würde irgendwann mal der Umsatz darunter leiden.
Also, bei mir, wie auch im Franchising, eigentlich überall, hart arbeiten, zuvorkommend und freundlich sein.
Das ist das A und O, dann läuft es auch, ansonsten verhungert man.

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BeitragVerfasst: 08.09.2014, 14:21 
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M.E. ist die Selbstständigkeit der beste Weg erfolgreich gutes Geld zu verdienen, was als Arbeitnehmer grundsätzlich nicht möglich ist (Ausnahmen mal ausgeklammert).
Läuft das Unternehmen gut an muss man sich darüber im Klaren sein, das man sich selbst zum Ausgebeuteten macht. Zumindest lief es in meiner Kanzlei so. Um nicht ständig hinzukommende Mandanten zu verlieren blieb kaum mehr Freizeit und Urlaub gönnte ich mir zunächst nur eine Woche im Jahr. Später stellte ich zwei weitere Juristen ein und verlegte mein Aufgabengebiet vorrangig auf die Beschaffung neuer Aufträge und auf die Verhandlungen mit "Großkunden". Hier hatte ich dann etwas mehr Luft, um auch mal meine eigen Interessen wahrzunehmen.
Nach vier Jahren hatte ich absolut genug und verkaufte den ganzen Laden.

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BeitragVerfasst: 08.09.2014, 15:08 
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@exenter : Da kann ich dir voll und ganz recht geben. Wie ich ja schon reichhaltig schilderte, kam ich aus der Arbeit gar nicht mehr raus.
Mein Bankkonto quoll zwar über, aber die Knochen wurden langsam lahm.
Erst als ich die Sterneküche aufgab, begann für mich ein halbwegs normales Leben.
Und das war mehr oder weniger ein Zufall, das Haus, in dem sich mein Restaurant befand, sollte abgerissen werden und einem Neubau
weichen. Dazu kam dann noch, dass zu diesem Zeitpunkt auch mein Pachtvertrag auslief. Wenn das nicht alles zusammengekommen
wäre, ich weiss nicht, vielleicht wäre ich heute vor lauter Stress ein Wrack.
So aber habe ich mich bei der Gründung des nachfolgenden Restaurant deutlich beschnitten, habe innen nur noch 30 Plätze und
draussen, je nach Witterung, noch mal 20. Das reicht mir, zumal ich ja noch anderen Aktivitäten nachgehe.
Und vor allen Dingen stehe ich nicht mehr unter diesem Michelin-Stern-Druck, immer auf höchstem Level zu arbeiten.
Das kann sich ein Aussenstehender gar nicht vorstellen, unter welchem "mörderischen" Stress man da arbeitet.
Viele lehnen diese Auszeichnung sogar ab oder sind direkt froh, den oder die Sterne "verloren" zu haben.
Wie gesagt, diese Auszeichnung bringt mindestens 50% mehr Umsatz, eine "Schweine-Kohle", macht einen aber fertig.
Du hast mit deiner Kanzlei sicher auch gutes Geld verdient, aber auch du hast, wie ich, erfahren müssen, zu welchem Preis ! :hallo: :zustimm:

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BeitragVerfasst: 08.09.2014, 15:33 
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Seit dem Verkauf geht es uns viel besser. Wir können machen was wir wollen, urlauben wann und wo wir wollen, ein und auswandern. Man ist dann eben frei. Ich hab oft gesagt, wenn ich das so weiter mache sterbe ich am Schreibtisch oder im Auto.
Das Schlimmste ist wenn man aufhört, nehmt es mir nicht übel, der Verlust des öffentlichen Ansehens, wenn auf einmal niemand mehr etwas von einem will und man nur noch der "Opa" ist.
Dennoch würde ich jedem, der die Traute hat, zur Selbstständigkeit raten.

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@exenter : Genau so sieht´s aus, dem kann ich nichts mehr hinzufügen ! :zustimm:

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Und wie wird sich der Fragesteller positionieren?

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exenter hat geschrieben:
Und wie wird sich der Fragesteller positionieren?

Du meinst Aprilwind ? Jeder muss seine eigenen individuellen Erfahrungen machen, das weisst du doch.
Wir haben hier lediglich unsere mitgeteilt, mehr können wir nicht tun.
Und sie hat sich offensichtlich über das überaus reichhaltige Feedback gefreut.
Vielleicht nimmt sie sogar die Quintessenz unser beiden Ratschläge und wird "Küchenjuristin", das wäre doch mal ein
ganz neues Berufsbild, oder ? :lol:

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Das ist denkbar. Es gibt ja kaum ein gesellschaftliches Geschehen, welches man nicht juristisch betrachten kann.

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BeitragVerfasst: 09.09.2014, 15:41 
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exenter hat geschrieben:
Das ist denkbar. Es gibt ja kaum ein gesellschaftliches Geschehen, welches man nicht juristisch betrachten kann.

Stimmt, wenn z.B. der Küchenbulle Mist baut, kann die Jura ins Spiel kommen. :lol:
Im günstigsten Fall wird er zur JVA transferiert, im schlimmsten Fall wird er dazu verdonnert, seinen von ihm verzapften Murks
selbst aufzuessen, und zwar ganz ! big_rofl1

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BeitragVerfasst: 09.09.2014, 15:52 
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@exenter : Jetzt muss hier aber Schluss sein, wir missbrauchen eindeutig Aprilwinds Thema der Frage zur beruflichen Autonomie
als Tummelplatz für unsere Spässe, dass können wir wirklich auch in anderen Threads fortführen, meinst du nicht auch ? :lol:
(Mein Gott, sind in diesem Satz wieder viele Kommas, er wollte ja gar kein Ende nehmen. Habe wohl mal wieder, küchentechnisch
denkend, Komma mit Kümmel verwechselt, ach, deshalb schmeckt das Sauerkraut heute so komisch !)

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BeitragVerfasst: 09.09.2014, 17:36 
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Ich mag nicht: Dumme und Hässliche
An welchen Thread hast du denn da gedacht? Ich liebe Spaß.

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BeitragVerfasst: 10.09.2014, 11:03 
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exenter hat geschrieben:
An welchen Thread hast du denn da gedacht? Ich liebe Spaß.

Ich auch ! Wir können doch in fast jedem Thread Dampf ablassen, ob im "Schüttel"-Reimspiel(wie bezeichnend, oder ?) oder sonst wo,
alle können dafür lustig "missbraucht" werden.
Wenn es jemand etwas "derber" hätte, gerne auch per PN, diese Funktion gibt es hier nämlich nicht aus Jux.
Ich bin auf jeden Fall für alles zu haben, in der Küche herrscht auch öfters ein leicht anrüchiger Ton, ein typischer Männerberuf halt.
Na, denn man tou, min Jung !

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BeitragVerfasst: 10.09.2014, 11:08 
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Na gut, wir werden sehen.

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BeitragVerfasst: 01.11.2014, 07:20 
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Ich liebe meine Arbeit, aber Chefin würde ich nicht sein wollen :roll: obwohl die sicher mehr Geld hat als ich.

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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 13:43 
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Suri hat geschrieben:
Ich liebe meine Arbeit, aber Chefin würde ich nicht sein wollen :roll: obwohl die sicher mehr Geld hat als ich.

Ja, da hast du recht, es gibt weiss Gott leichteres, als Chefin zu sein.
Für mich sind 8 Stunden kein Tag, für meine Angestellten schon. Meine Verantwortung dem Personal gegenüber ist auch so eine Sache.
Ich muss manchmal unpopuläre Entscheidungen treffen, die für meine Mitarbeiter oft im ersten Moment nicht nachzuvollziehen sind.
Das macht nicht gerade grossen Spass, aber so nach und nach begreifen sie aber doch immer, dass ich dadurch mein Unternehmen
aufrecht und erfolgreich erhalte und auch ihren Arbeitsplatz garantieren kann.
Mal ganz ehrlich : Ihr habt doch sicher auch schon öfters über die Anweisungen der Geschäftsleitung den Kopf geschüttelt, nach
dem Motto "Jetzt ist er völlig übergeschnappt", ist doch so, oder ?
Wenn man sich aber mal die Mühe machen würde, es aus der Sicht des Chefs zu beäugen, würde man es viel eher begreifen.
Man würde öfters denken "Stimmt, er hat ja recht, an seiner Stelle würde ich das auch so machen".
Und du hast auch recht in deiner Annahme, das der Chef "etwas" mehr Geld hat.
In meinem Fall muss ich auch das gesamte Geschäftsrisiko alleine tragen, ich muss deswegen auch mehr verdienen und auf die Seite legen.
Z.B. für Erneuerungen die Küche betreffend, das bezahlen ja nicht die Mitarbeiter, dazu noch jeweils die Hälfte der Sozialversicherungs-
beiträge und Prämien für die Berufsgenossenschaft.
Und wenn ich mit meinem Unternehmen zu Bruch gehe, was bei mir allerdings nicht mehr passieren kann, hilft mir niemand.
Die Mitarbeiter werden von den Behörden unterstützt, ich nicht. Deswegen ist es gut, wenn der Selbstständige etwas angehäuft hat.

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