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Was bedeutet für euch Naturverbundenheit?
Naturverbundenheit wie ich sie erlebe:
im Morgengrauen im Garten die fliegenden Fledermäuse beobachten
die Sonne über den Bergen aufgehen sehen
Frühstück im Garten mit frisch gepflückten, vollreifen, aromatischen, saftigen Aprikosen und Beeren
biologisches Gemüse nach den Mondrhythmen anpflanzen
mit der Gießkanne Wasser aus dem kleinen Waldbächlein schöpfen um Gemüse zu gießen
den Duft der Fliederbüsche, Rosenhecken und Lilien einatmen
weiße Blütenpracht über kahlen Marillenbäumen
Maikäfer und Leuchtkäfer in der Dämmerung fliegen sehen
Kuckucksrufe im Frühling die durch das Tal hallen und die Freude über jede kleine Blume die erblüht
Gezwitscher aus dem Rotkehlchennest unter dem Hausgiebel
Wildenten mit vielen Jungen im Waldbach schwimmen sehen
kleine Ziesel die am Erdbeerfeld aus ihren Löchern hervorkommen und Männchen machen
nächtlicher Besuch von Igel, Marder und Dachsen im Garten
freche Marder am Kirschenbaum, denen es auch Spaß macht mit ihren feuchten, schmutzigen Pfoten über das Auto zu klettern und die Windschutzscheibe hinunterzurutschen
süßer Waldhonig und köstliche, gebackene Akazienblüten verschmausen
Schmetterlingstanz beim Sommerflieder
Hirschkäfer, die über den Weg krabbeln
grazile Gottesanbeterinnen auf den Buchsbaumhecken
wandern durch Wiesen, Felder und Auen
neben Wasserfällen und moosbedeckten Steinen die Elfen tanzen sehen
Rast machen bei riesigen, mystischen Wackelsteinen
hohe Königskerzen bewundern
die Natur beobachten, schützen und respektvoll mit ihr umgehen
im Wald von Mufflonen überrascht werden
Wildschweine des Nachts im Wald rumoren hören
bei altem Lindenbaum Zuflucht suchen und ihm alle Traurigkeit und alle Freuden erzählen
Durchstreifen der Wälder um nach Pilzen Ausschau zu halten
putzige Eichhörnchen durch den Garten huschen und auf Bäume klettern sehen
bei offenem Fenster schlafen und die kühle, würzige Waldluft einatmen
große, bunte Dahlien-Sträuße binden
süße Trauben naschen in den Weinbergen
viel Nieselregen und oft Nebelschwaden bis herunter in das enge, kleine Tal, das grau verhangen ist und sich wohl fühlen, weil die Welt ein bisschen eingeschlafen ist, die Konturen weicher erscheinen, etwas mehr Muße,....
stundenlanges, tagelanges Schneeschaufeln um alle Gartenwege freizubekommen
den Weihnachtsbaum beim Förster kaufen und 2 km durch den Winterwald heimtragen.
Konnte ich bei Euch ein bisschen die Lust für das Leben auf dem Lande wecken? Es ist zwar manchmal anstrengend, aber doch sehr schön.
_________________ Geduld ist der halbe Weg. 
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