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Syphilis auf dem Vormarsch
Die Zahl der Syphiliserkrankungen nimmt in Oberösterreich wieder erschreckend zu. Lange Zeit galt sie praktisch als ausgerottet. Seit zehn Jahren aber steigt die Zahl der Neuinfektionen rasant an.
Ansteckungsrate hat sich verzehnfacht
Seit einiger Zeit muss der Linzer Hautarzt Johannes Neuhofer wieder öfter Fachbücher zum Thema Syphilis zur Hand nehmen. Die Krankheit galt mit der Entdeckung des Penicillins im 20. Jahrhundert als nahezu ausgerottet. Jetzt aber tritt Syphilis auch in Oberösterreich immer häufiger auf. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Ansteckungsrate verzehnfacht, die Dunkelziffer dürfte allerdings noch höher sein, so Neuhofer.
"Löchrige" Meldepflicht
40 bis 50 Fälle werden pro Jahr in Oberösterreich registriert, die Meldepflicht sei aber "löchrig", weil sie von vielen nicht mitgeteilt werde, sagt Neuhofer im Interview mit ORF Oberösterreich. Die viel größere Gefahr sei aber, dass die Syphiliserkrankung übersehen wird, weil die ersten Anzeichen schnell wieder vergehen.
Zerstört das zentrale Nervensystem
Während die bakteriologische Erkrankung im Anfangsstadium leicht bekämpft werden kann, verläuft sie unbehandelt chronisch, kann sämtliche Hautstellen und Organe befallen und zerstört im Endstadium schließlich das zentrale Nervensystem.
Krankheit wird bei Frauen häufiger übersehen
Wie kann in einer Zeit wo man Kondome immer verwenden sollte, wie kann da Syphilis wiederkommen, jahrelang hat man von dieser Krankheit nichts mehr gehört, ist da in der Aufklärung was schief gegangen, weil jeder nur mehr von Aids spricht und nicht auch von den vielen anderen Geschlechtskrankheiten die man auch bekommen kann, was meint ihr?